Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Navigation
 
Montag, 28. Januar 2019, 19:57 Uhr - 306 Aufrufe
Schwebebahnfahrer

Schwebebahnfahrer

Fragen: 119
Antworten: 60
Bilder: 268
Weblog: 1
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo zusammen,

 

über die Weihnachtstage habe ich endlich ein lang gehegtes Projekt umgesetzt, welches mir seit 2008 durch den Kopf geht und zudem richtungweisend für weitere Automatisierungen in Verbindung mit meiner Steuerungssoftware TrainController ist. Ich habe – mit sehr tatkräftiger Unterstützung von Bahnfreund Wolfgang, ohne dessen Hilfestellung aus der Ferne mir niemals die Umsetzung gelungen wäre – die Lichtschranke von Friedel Weber nachgebaut. Diese Lichtschranke „schaltet gegen Masse“, ist also perfekt für den Einsatz als Rückmelder in Verbindung mit dem s88.

 

Bislang habe ich allerdings erst eine Lichtschranke (als Prototyp) an einem Entkuppler im Einsatz, um damit zu experimentieren. Diese habe ich ca. mittig gegenüberliegend am Entkuppler (C-Gleis) auf einer Höhe von jeweils ungefähr 3 cm angebracht. Damit erfasst sie auch Flachwagen/Niederbordwagen sehr zuverlässig. Ganz so sehr kommt es auf eine hundertprozentig exakte Platzierung gar nicht an, das ganze ist „sehr tolerant“ und erfasst perfekt den Abstand zwischen Lok und Wagen bzw. zweier Wagen – Langsamfahrt vorausgesetzt. Lediglich der Abstand zum Gleisbett unten sollte auf jeder Seite gut 10-15 mm betragen, denn meine 01 und auch meine 23 mögen es etwas breiter, wie ich leider erst nach dem Einbau feststellte. Alle anderen Loks passten perfekt daran vorbei.

 

Da ich TrainController 9.0 Gold besitze, stehen mir sämtliche Features der Software zur Verfügung, was einen automatischen Ablauf recht einfach macht. Da ich für den weiteren Ausbau meiner Anlage sowohl einen Ablaufberg, als auch einen Kopfbahnhof plane – bei mir steht der betriebliche Aspekt, sowie das Automatisieren von Abläufen im Vordergrund – experimentierte ich bislang mit dem exakten Anhalten mittig über dem Entkuppler, als auch mit dem Heranfahren von Loks an stehende Züge. Darüber hinaus bietet sich der Einsatz von Lichtschranken später auch bei der Verwendung von M-Gleisen als Gleisbesetztmeldung an. Die Lichtschranke arbeitet zuverlässig, egal ob ein Zug mit 10 km/h oder 300 km/h (ICE) Modellgeschwindigkeit an ihr vorbeirauscht. Weder Tageslichteinfall, noch meine Neonröhren wirken sich störend auf die Lichtschranke aus.

 

 

Doch nun zur Praxis:

 

Zunächst einmal unterscheidet TrainController in Dauer- und Momentkontakte. Bei Märklin kann man daher sehr komfortabel beliebig lange Rückmeldeabschnitte als Dauerkontakte erstellen. Momentkontakte wären z.B. klassisch die Reedkontakte, welche mittels unter Lok oder Wagen montierter Magnete ausgelöst werden, aber eben auch die Lichtschranke. Man könnte hier theoretisch noch weiter gehen und diese so tief gegenüberliegend im Gleis positionieren, dass diese gar als Achszähler ähnlich der echten Bahn fungieren könnte. TrainController bietet hierfür „Zähler“ (Variable), die hierfür Verwendung finden könnten und auf der einen Seite Achsen einzählen und auf der anderen Seite wieder auszählen. Mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen könnte dann ggf. ein Zug gestoppt werden, wenn die Zahl der ausgezählten Achsen nicht mit der der Eingezählten übereinstimmt und ein Wagen „verloren gegangen“ wäre. Aber das nur am Rande. Mir geht es ja um das möglichst exakte Halten auf einem Entkuppler, sowie das automatisierte Abkuppeln, heranfahren und ankuppeln einer neuen Lok – möglichst ohne menschliches Zutun.

 

Wie man auf den nachfolgenden Bildern erkennt, startet ein Zug (in dem Fall meine orientrote 141, hier mit einem Güterzug) aus dem Schattenbahnhof Gleis 1 (Bilder 1-4) in den Ausfahrtbereich (Gleise 11-17), in dem sich der Entkuppler in Gleis 17b befindet. Alle Gleise sind 14 C-Gleise á ca. 18 cm (7x 24172+24188) und somit 2,52 m lang. Jedes Gleis ist nochmals in die Abschnitte a und b unterteilt, somit also 2x 7 Gleise lang. Für jeden Abschnitt gibt es einen Dauerbelegtabschnitt (6 Gleise) und einen Halteabschnitt (1 Gleis). Lange Züge belegen daher beide Abschnitte (b und a), kurze Züge nur den jeweiligen (a oder b). Einfahrende Züge bremsen auf einer Rampe von 6 Gleisen und erreichen dann kurz vor dem 7. Gleis ihre „Kriechgeschwindigkeit“ (langsamste Fahrstufe) um dann dort exakt anzuhalten – sofern natürlich eine Zugfahrt endet oder ein Signal auf Rot steht. Andernfalls rauschen sie selbstverständlich durch.

 

Auf Bild 4 sieht man bereits die Einfahrt Richtung Gleis 17a, auf Bild 5 rechts von der Lok gut zu sehen das Rückmeldekabel (grün) des Belegtabschnitts, respektive der Bremsrampe.

 

Für diese automatisierte Zugfahrt erlaube ich nur eine Geschwindigkeit von 80 km/h im Block, die der Zug bei Einfahrt bereits erreicht. Üblicher Weise gilt dort 120 km/h, damit Züge etwas flüssiger durch den Schattenbahnhof fahren. Bei Erreichen des Haltmelders von Gleis 17a hat der Zug nochmals auf 40 km/h gedrosselt, um dann nach 50 cm wiederum auf eine Geschwindigkeit von 10 km/h zu drosseln. So fährt er fast im Schritttempo an der Lichtschranke vorbei (Bild 7). Die Lichtschranke löst aus und ein in TrainController angelegter Bahnwärter (das ist ein feines Tool, welches Bedingungen und Auslöser überwacht und Prozesse starten kann) waltet nun über die Fahrt der Lok. Sobald die Lok an der Lichtschranke vorbei ist (Lichtschranke erlischt wieder), stoppt dieser Bahnwärter die Zugfahrt und die Kupplungen von Lok und erstem Wagen befinden sich sehr exakt über der Mitte des Entkupplers.

 

Dann stößt die Lok 0,5 cm zurück (das wird von TrainController anhand des Geschwindigkeitsprofils der jeweiligen Lok berechnet) um die Kupplungen etwas zu entspannen (Bild 8, leider unscharf). Dann läuft ein Prozedere, in dem der Entkuppler einige Male in je 1 Sekunde Abstand betätigt wird, um vorzuentkuppeln (Bilder 8+9). Das ist bei bestimmten Kombinationen Lok/Wagen notwendig, da sich in bestimmten Konstellationen die Kupplungen nicht sofort lösen. Anschließend drückt TrainController (ausgelöst durch verschiedene Bahnwärter) den Entkuppler für 10 Sekunden hoch und die Lok zieht langsam 10 cm nach vorn (Bild 10+11).

 

Anschließend verlässt die Lok den Block und zieht – in diesem Fall, da die Lokwartegleise alle belegt sind – in den kurzen Ausfahrtblock (Block 1) vor um das Gleis frei zu machen für die neue Lok (Bild 12+13).

 

Auf Bild 14 wählte TrainController (zufällig) meine V60 als neue Lok (ganz oben im Bild, kaum zu sehen, auf Bild 15 deutlich dafür). Diese fährt dann langsam in den Block und reduziert auf Schrittgeschwindigkeit kurz vor der Lichtschranke. Durch Auslösen selbiger stoppt TrainController die Zugfahrt und die Waggons bzw. der Zug ist an die Rangierlok angekuppelt (Bild 16+17). Im Nachhinein hat sich aber herausgestellt, dass es sicherer ist, mit höherer Geschwindigkeit (40 km/h) an den Zug heranzufahren, um in jedem Fall sicher anzukuppeln – natürlich nicht vorbildgerecht und „in Echt“ höchst gefährlich!

 

Anschließend startet TrainController eine Sägefahrt, um die ursprüngliche Lok aus dem Vorzugsgleis in ein Abstellgleis zu führen (Bild 18, auf späteren Fotos besser zu sehen).

 

 

Das ganze ist relativ zuverlässig mit sämtlichen Loks meines Fuhrparks reproduzierbar und – sofern Loks, Wagen und Kupplungen einwandfrei und aufeinander abgestimmt – mit einer Zuverlässigkeit von sogar 100% (ich hab es mal mit diversen Zügen ungefähr 1 Stunde laufen lassen, natürlich nicht empirisch…).

 

 

Bild 19+20 zeigen nochmals eine Einfahrt des Zuges mit der 141.

Bild 21 zeigt den Zug perfekt über dem Entkuppler. Im Hintergrund ist das Lichtsignal (rot) beim Aufprall auf den Empfänger gut zu erkennen.

Bild 22 zeigt die Lok beim kurz zurückstoßen um die Kupplungen zu entspannen.

Bild 23 leider auch unscharf, zeigt die gelösten Kupplungen.

Bild 24 die Lok hat wieder vorgezogen.

Bild 25+26 die Lok ist wieder in den Ausfahrtblock vorgezogen.

Bild 27 diesmal wurde die V200 automatisch/zufällig ausgewählt.

Bild 28 zeigt die V200 bei der Einfahrt in Block 17b, in dem der Güterzug ohne Lok steht.

Bild 29 leider auch unscharf, zeigt den angekuppelten Zug.

Bild 30, 31, 32 die 141 räumt den Block für die Ausfahrt.

Bild 33 die V200 verlässt mit ihrem neuen Zug Gleis 17b.

Bild 34+35 die 141 wartet auf das Signal in das Abstellgleis zu fahren, Licht vorne, alles grün…

Bild 36+37 Einfahrt in das Abstellgleis.

Bild 38+39 Lok geparkt.

Bild 40 zeigt den Ausfahrtbereich des Schattenbahnhofs, Gleis 11-17 und ganz rechts meine Messstrecke für TrainController, welche später auch zum Abstellen überlanger Güterzüge genutzt werden kann (knapp 4 Meter lang). Das Gleis mit der Lichtschranke ist das zweite von rechts, also neben der Messstrecke.

Bild 41 zeigt die Gleise 1-7, mittlerweile ist die V200 mit ihrem Güterzug hier angekommen.

Bild 42-45 zeigt die Lichtschranke von allen Seiten.

 

 

Friedel Weber gab als Widerstand für den Sender 470 Ohm an – das hat sich im Nachhinein als zu gering herausgestellt, der Widerstand wurde sehr schnell sehr heiß. Im Prototyp verwende ich daher 2x 470 = 940 Ohm. Läuft tadellos. Für künftige Sender werde ich 1kOhm bzw. 1,2 kOhm verwenden.

 

 

Leider funktioniert die Nahaufnahme meiner doch in die Jahre gekommenen Digi-Cam nicht mehr so gut und meine Smartphone-Kamera erwies sich als noch ungeeigneter für Nahaufnahmen. Ich bitte dies zu entschuldigen und hoffe, man sieht dennoch die relevanten Details, bzw. kann sie erahnen.

 

 

Ja, das ganze ist eine echt prima Sache und ich erwische mich, wie ich gelegentlich stundenlang vor dem Entkuppler sitze und zuschaue, wie ein Zug nach dem anderen seine Lok wechselt. Aktuell scheitert es eher daran, dass ich über keine geeigneten Tausch-Loks verfüge. Zu viele Züge…

 

Im Übrigen geht der Lokwechsel bei Personenzügen noch leichter vonstatten, da fast alle meine Personenwagen Relex-Kupplungen haben. Bei meinen Güterwagen sieht es da schon anders aus, aber selbst die alten Blechkupplungen funktionieren tadellos. Lediglich die Kurzkupplungen bereiten in bestimmten Lok-Kombinationen Probleme.

 

 

Und weil es „vorne rum“ irgendwann langweilig wurde – und ich ja eigentlich irgendwann auch mal einen Kopfbahnhof betreiben möchte – habe ich das ganze auch „von hinten“ realisiert. Leider aber (noch) keine Bilder dazu.

 

Zunächst muss eine Lok aus dem Abstellbereich in Gleis 8 positioniert werden. Das liegt quasi hinter der Einfahrt in Gleis 17 (rückwärts betrachtet). Das löse ich mittels eines Schalters aus, der dann die entsprechende Zugfahrt startet, welche die Lok dort hinbefördert. Anschließend fährt auch hier ein Zug in den Block 17b ein. Die alte Lok entkuppelt nach dem bereits beschriebenen Prozedere und verlässt den Block.

 

Da TrainController in der Gold-Version sehr viele tolle Tools bietet, kann ich u. a. die Länge eines Zuges, welcher sich im Block befindet, ermitteln. Subtrahiert von der gesamten Blocklänge, respektive von der Stelle vom Entkuppler rückwärts bis zur Blockeinfahrt lässt sich so sehr schön präzise mathematisch ermitteln, wie weit eine Lok in den Block einfahren muss, um am Zug anzukuppeln. Als eine Art „Not-Stop“ nutze ich nun die Lichtschranke rückwärts, denn durch das ankuppeln auf der anderen Seite des Zuges wird der Zug ja leicht durch die Lichtschranke gedrückt. Das Auslösen selbiger beendet dann automatisch die Zugfahrt zum ankuppeln und der Zug steht abfahrbereit, allerdings verkehrt herum, im Gleis. Für einen Kopfbahnhof perfekt, in meinem „Experimentierfall“ muss ich den Zug jedoch entgegen der üblichen Fahrtrichtung aus dem Gleis herausfahren und in der Kehre, die die Einfahrt in die Gleise 1-7 bildet, wenden. Etwas tricky wenn andere Zugfahrten laufen, wegen der Falschfahrt in der Einbahnstraße…

 

 

Ich hoffe ich konnte mal wieder einen interessanten Beitrag für das Forum leisten und habe vielleicht den ein oder anderen angeregt, auch einmal wieder was auszuprobieren. Ich finde jedenfalls, das Thema „Lichtschranke“ ist im Grunde eine sehr billige und interessante Alternative in Bezug auf sichere Rückmeldung. Alles in allem hat die Schranke (ich baue noch ca. 30 und habe die Teile hier liegen) pro Stück nicht einmal 2,50 EUR gekostet.

 

 

Abschließend möchte ich mich nochmals ausdrücklich und sehr herzlich beim Bahnfreund Wolfgang bedanken, der wirklich eine Engelsgeduld mit mir hatte, mich mit Mühe davon abhalten konnte, mein Haus abzufackeln und auch ansonsten immer gelassen blieb, egal was für erschreckend naive und blöde Fragen ich auch stellte. Immer kam prompt eine präzise Antwort, aus der ich sehr viel lernen konnte. Danke Wolfgang ;-) Wie gesagt, ohne dich… hätte ich jetzt Langeweile und das Forum einen Beitrag weniger…

 

 

Viele Grüße,

Thomas


Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery
Automatischer Lokwechsel mit TrainContro
Bildergallery


 
Dienstag, 29. Januar 2019, 08:29 Uhr
Eilzugwagen

Eilzugwagen

Fragen: 78
Antworten: 2127
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Thomas,

 

das sind die Infos, welche ich dir schon seit einiger Zeit entlocken wollte. Du hattest die Procedur in einem vorherigen Digi-Beitrag angekündigt. Aber nun ist ja "Fertig".

Ich habe es bis jetzt noch nicht geschafft, die Vorgänge bei dir in einem Arbeitsgang zu inhallieren.

Mein Interesse besteht ja vornehmlich aus solchen Fahrten, da meine

Betriebsbahner Gene vordergründig arbeiten.Lachend

Ich habe am WE an ähnlichem gearbeitet, alles hat geklappt und für die notwendige Bettschwere am Sonntag sollte noch eine Lustfahrt erfolgen. Aber Schiettewatt, Herr M. oder sonstige PC Fuzies haben meine Anlagendatei zerstört. Alle Arbeit vergebens. Zum Glück ist die gesicherte Datei erst eine Woche alt, enthält aber nicht mein Rangiermanöver. Also bin ich "am neu machen".

 

Ich arbeite weiter noch deinen Vorgang aus und versuche es , alles nachzuvollziehen und zu verstehen.

Aber erstmal von mir einen Glückwunsch dazu, und es freut mich auch, das der Beitrag hier veröffentlich ist.

 

Gruß

 

Reinhold

 

Nachtrag: Der Frühkaffee hat gewirkt, alles durchgelesen und verstanden.Lachend

Nachfrage: Lässt sich anhand von zu erstellenden Plänen die "neue Lok" für den Wechsel bestimmen?

Hast du vor, nach zeitlich bestimmten Fahrplänen zu arbeiten?? Welchen Zeitfaktor würdest du einsetzen?

 

So, nochmals alles Gute. Lass das sitzen vor dem Entkuppler nicht zur Suchtwerden!!!!!

 

 

 
Dienstag, 29. Januar 2019, 13:23 Uhr
Schwebebahnfahrer

Schwebebahnfahrer

Fragen: 119
Antworten: 60
Bilder: 268
Weblog: 1
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Reinhold,

 

 

Nachfrage: Lässt sich anhand von zu erstellenden Plänen die "neue Lok" für den Wechsel bestimmen?

 

Ja mit Sicherheit. Ich habe mich damit aber noch nicht näher auseinandergesetzt, aber TC bietet beispielsweise die Möglichkeiten, Fahrzeuge (Loks + Wagen) in selbstdefinierte Gruppen einzuteilen. Klassisch wäre Dampf, Diesel, E-Lok etc., aber darunter auch Personen-, Güter, Universal etc. So wäre sichergestellt, dass eine Güterzuglok keinen Personenzug zieht und umgekehrt. Man könnte aber auch bestimmte Lok-Gruppen zusammenfassen, z.B. für den Lokwechsel bei Wendezügen nur 111er, 141er und 140 oder nur 212er und 216er etc. zuzulassen. Dem Autor ist dabei jede Freiheit belassen.

 

 

Hast du vor, nach zeitlich bestimmten Fahrplänen zu arbeiten?? Welchen Zeitfaktor würdest du einsetzen?

 

Ja, im Grunde schon. Ich hatte auf meiner vorletzten Anlage damit herumexperimentiert. Auch hier bietet TC viele Möglichkeiten, u. a. "Fahrplan" in Verbindung mit der Systemuhr. Als Zeitfaktor empfiehlt sich m. E. 1:10, also 1 Minute "in echt" entspricht 10 Minuten "auf der Anlage". So dauert eine Stunde MoBa "nur noch" 6 Minuten, was für den Betrachter schon lange ist, wenn jede Stunde nur 1 Zug fährt.

 

In TC kann man Zugfahrten definieren, und diese zu bestimmten (Fahrplan-) Zeiten starten. Es gibt sogar die Option "zufällige Verzögerung" - genau wie bei der echten Bahn... Dann hat.s Verspätungen und die Anschlüsse passen nicht mehr. Dagegen wiederum könnte man Überwachungen einbauen, die dann die Anschlußzüge warten ließen... Aber das wäre ja dann auch... na ja...

 

 

Viele Grüße,

Thomas

 
Dienstag, 29. Januar 2019, 13:43 Uhr
Eilzugwagen

Eilzugwagen

Fragen: 78
Antworten: 2127
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Thomas,

 

du also auch ein Einzuzehner (1:10). Lachend

 

Original wäre 1:1, weil alle anderen Faktoren schon durch den Maßstab ausgeglichen werden.

Dann würde nach deinen Zeitrechnungen ein Lokwechsel Stunden dauern.

Ergo, 1:10 ist völlig unrealistisch. Fremo fährt 1:4, ich fahre 1:2.

Da kommt es schon mal vor, je nach Fahrplan, das im Bf etwas Ruhe herrscht.  Dafür wuselt es im Schattenbahnhof.

Also bis 1:5 genehmige ich dirLachendZunge raus, alles andere ist Zeitraffer.

 

Aber sonst habe ich nichts zum rummeckernLachend

 

Besten Gruß und halte uns auf dem Laufenden

 

Reinhold

 
Mittwoch, 30. Januar 2019, 07:50 Uhr
Rothpe

Rothpe

Fragen: 34
Antworten: 895
Bilder: 241
Freunde: 8

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Thomas,

 

ein sehr schöner und sauber beschriebener Beitrag.

Da ich ja auch ein Technik Freak bin und meine Anlage derzeit mit Rocrail fahre interessiert mich so etwas natürlich immer wieder.

Mir ist allerdings der Traincontroller zum Testen zu teuer.

Ansonsten hätte ich das schon mal versucht.

Selbst wenn es eine Testversion gibt ist diese ja meistens auf ein paar Tage begrenzt.

Das reicht mir eindeutig nicht aus um alle Feature mal auf meinem Testkreis "in die Mangel" zu nehmen.

Die Technik mit der Lichtschranke gefällt mir.

Wie "versteckst" Du die später?

Vielleicht kann ich die auch in Rocrail einbinden.

 

Danke für den tollen Beitrag.

 

Viele Grüße

 

Peter

 

 
Mittwoch, 30. Januar 2019, 15:21 Uhr
Eilzugwagen

Eilzugwagen

Fragen: 78
Antworten: 2127
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Thomas,

 

ist es möglich, ein Abbild deines Bildschirmes in die Bildreihe einzufügen? Also das Gleisbild vom Train ControlerLächelnd

Wäre nett.Lachend

 

Gruß

 

Reinhold

 
Donnerstag, 31. Januar 2019, 09:44 Uhr
Schwebebahnfahrer

Schwebebahnfahrer

Fragen: 119
Antworten: 60
Bilder: 268
Weblog: 1
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Reinhold,

 

ja, ein Einzuzehner... Lächelnd

 

 

Ich hab da früher mal länger drüber nachgedacht. Da ich aber meistens in der Experimentierphase bin, sprich Schattenbahnhöfe baue und Stresstests vollziehe, respektive noch nie (abgesehen von meiner ersten hier vorgestellten Anlage) einen Bahnhof hatte, an dem es Sinn gemacht hätte anzuhalten, kam ich auch noch nicht wirklich dazu, mit der Bahnhofsuhr nach Fahrplan zu fahren - ausser zu Testzwecken.

 

Dennoch halte ich die 1:10 Zeit für ok, da wie schon erwähnt 1 Stunde Moba in echt 6 Minuten dauert. Wenn ich im 20-Minuten-Takt eine S-Bahn losschicke, dann wartet man schon 2 reale Minuten ehe etwas geschieht, jede Stunde 1 Güterzug dauert 6 Minuten Echtzeit. Alles andere wäre zu langatmig für den Betrachter. Selbstverständlich wäre vielleicht 1:5 auch ein Kompromiss, aber in Ermangelung eines Bahnhofs schwer zu testen, da es ja auch ein wenig an den Zufahrtstrecken und den Schattenbahnhofskapazitäten und dessen Besonderheiten hängt. Ein- und Ausfahrten bei 2gleisiger Strecke sind immer ein Nadelöhr. Zu dichte Zugfolge ist in meinen Augen überladen, zu lange Wartezeiten allerdings auch. Bei 1:5 würde der 20-Minuten-Takt dann aber auch 4 Minuten dauern. Wenn nichts oder nicht viel auf der Analge passiert, dann sind 4 Minuten schon sehr lang. Ich werde später dann nochmal genauer drüber nachdenken, wenn der Bahnhof fertig ist Zwinkernd

 

Den automatischen Lokwechsel habe ich noch nicht gemessen, aber ich schätze mal es dauert irgendwas zwischen 3 und 6 Minuten, also eine halbe bis ganze Stunde Moba-Zeit. Ist das unrealistisch? Ich denke es ist vielleicht relativ vertretbar, soweit ich mich an meine Kindheit erinnere, dauerte ein Aufenthalt in Frankfurt/Main oder Hamburg-Altona mit dem InterCity auch immer eine knappe Stunde, bestimmt aber 30-45 Minuten... Cool

 

Freut mich sehr, dass dich mein Projekt so anspricht!

 

 

Viele Grüße,

Thomas

 
Donnerstag, 31. Januar 2019, 10:04 Uhr
Eilzugwagen

Eilzugwagen

Fragen: 78
Antworten: 2127
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Thomas,

 

wenn es als Schaustück sein soll, ist eine dichte Zugfolge eher vertretbar.

Wenn man aber nach Uhrzeit/Fahrplan fährt, sind Ruhezeiten zwischendurch schon ganz angenehm.  Rangiermanöver/Kurswagenwechsel und diverses benötigen schon ihre Zeit.  Und das Ein- und Aussteigen der Preiserchen sollte auch nicht

im Schweinsgalopp erfolgen. Ich bin also mit meinen 1:2 ganz zufrieden, zumal es ein angenehmes Zuschauen ist. Und man freut sich über pünktliche Züge.Lächelnd Und bei mir gibt es kein Lok anhängen, Signal auf Fahrt und Abfahrt. Das benötigt alles seine Zeit. Meine Vorführzeiten, bei denen ich der einzige Zuschauer bin, dauern so 30-40 echte Minuten.

Ja, dein Projekt ist schon etwas, wo man den Hut ziehen kann.

Läuft denn alles so, wie du es mit Makros veranlasst hast oder sind da Eingriffe erforderlich?

 

So, ich muss wieder dringend in den KellerLachendLachendLachendLachend

 

Reinhold

 

 
Donnerstag, 31. Januar 2019, 10:20 Uhr
Schwebebahnfahrer

Schwebebahnfahrer

Fragen: 119
Antworten: 60
Bilder: 268
Weblog: 1
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Peter,

 

auch Dir danke für die Blumen Lächelnd

 

 

Erstmal zum TrainController - ich möchte nicht den Eindruck erwecken, als bekäme ich Geld für jeden neuen Kunden - ist leider nicht so... Aber ich muss ehrlich sagen, ich bin ein sehr begeisterter Kunde. Software makellos - was man über den überwiegenden Teil von Software - egal für welche Problemstellung - eigentlich nicht sagen kann. Service ist auch super. Und dieser Herr Freiwald hat fast immer recht. Die Software hat selten nachweisbare Fehler. Falls doch, werden sie umgehend behoben. Sehr durchdacht und - soweit ich das als Laie beurteilen kann - auch sehr viel realistischer Bezug zu den Abläufen bei der echten Bahn. Ich kenne wirklich niemanden, der so in die Tiefe gedacht hat. Immer wenn man ihm einen Fehler unterstellen will, dann beweist er, dass man es als Anwender nicht richtig verstanden oder einen Denkfehler gemacht hat. Oder die Schwächen der Hardware treten zu Tage. Ich habe gelernt, erst alles auszuschließen, bevor ich darüber nachdenke, ob die Software Unzulänglichkeiten hat - hat sie vermutlich nicht.

 

Wie das bei WinDigiped und anderen ist, kann ich nicht sagen. Ich denke schon, die machen sich auch alle viele Gedanken. Bei mir war es jedenfalls so, dass mich bei WinDigiped damals abgeschreckt hat nur mit 2 Loks testen zu können. Auch fand ich die ganze Anwendung damals (2006 oder 2007) sehr umständlich. Aber das ist Geschmackssache. Von Anfang an war ich jedenfalls begeistert von den Möglichkeiten die TrainController bietet - und heute bin ich immer wieder verblüfft, dass es für jede Problemstellung eine Lösung gibt - manchmal etwas umständlich, häufig aber simpel. Alles ist lösbar und das begeistert mich.

 

TrainController kann man sich kostenlos herunterladen. Die Demoversion hat die Einschränkung, dass sie nur ca. 15 Minuten läuft und dann in den Stand-by-Modus wechselt. Um ein wenig real damit zu experimentieren doch schon ausreichend. Die Zeit läuft meines Wissens nur, so lange die "Anlage in Betrieb" ist. Die ganzen offline Programmierarbeiten kann man beliebig durchführen. Und das ganze ist auf 30 Tage eingeschränkt, wobei ich glaube, dass die 30 Tage sich auf die "benutzten Minuten" beziehen. Bevor ich mir die Software damals gekauft hatte, hatte ich recht lange herumexperimentiert und immer wieder die 15-Minuten-Tests durchgeführt. Irgendwann wollte ich dann halt mehr und hab die Lizenz erworben.

 

Aus meiner Sicht eine sehr gute Entscheidung, aber das muss eben auch jeder für sich selbst entscheiden. Die Software ist nicht billig - gemessen an den Preisen die aktuell für Rollmaterial und Zentralen aufgerufen werden aber auch nicht unerschwinglich. Es muss eben jeder für sich abwägen, was er braucht, was er nicht braucht, was er will und wieviel er bereit ist dafür zu investieren.

 

 

Zu der Lichtschranke:

 

Ich bin noch nicht ganz sicher, wie ich sie verstecken will. Da wo sie jetzt steht, kann sie ganz offen stehen bleiben, da es ja der Schattenbahnhof ist. Ggf. könnte man sie mit so einer Art Gleismaß (oder wie das heißt um das maximal erlaubte lichte Maß bei Fahrzeugen zu bemessen) überdecken.

 

Die Lochplatine, auf der sich die Bauteile befinden, hat bei 3 cm Höhe (C-Gleis) neben dem Gleis fast Bahnsteigniveau, vielleicht ein klein wenig zu hoch. Aber Sender und Empfänger sind zu hoch. Ich muss nochmal experimentieren, ob die Zwischenräume auch perfekt erkannt werden, wenn die Teile niedriger angebracht sind, oder ob dann die Kupplungen bzw. Puffer bereits Kontakt auslösen.

 

Allerdings wird das noch eine Weile dauern. Zunächst einmal will ich die nächste Ebene (verdeckter Güterbahnhof und Ablaufberg) bauen. Dort werde ich einige Entkuppler (M-Gleis) verbauen. Dabei werde ich nochmals Höhenexperimente machen und dann berichten.

 

In einem Bahnhof könnte man sie leicht zurücksetzen, vielleicht an einem Stützpfeiler der Überdachung verstecken/tarnen - aber das benötigt man ja dann für beide Bahnsteigseiten. Bisher habe ich nur lose darüber nachgedacht. Mal schauen.

 

 

Viele Grüße,

Thomas

 
Donnerstag, 31. Januar 2019, 11:07 Uhr
Schwebebahnfahrer

Schwebebahnfahrer

Fragen: 119
Antworten: 60
Bilder: 268
Weblog: 1
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Hallo Reinhold,

 

du lässt mir keine Luft um alles nacheinander zu beantworten... Zunge raus

 

 

Also deinem Wunsch habe ich entsprochen und den Blockpaln aus TC und den, nach dem verkabelt wurde, den Bildern hinzugefügt.

 

 

Zum Blockplan aus TC - es ist ja immer ein Provisorium im Wachstum, weil ich andauernd weiter baue. Man fängt mit der unteren Ebene an und will testen ob es läuft, die Weichen korrekt schalten und die Melder funktionieren, daher erstellt man den Blockplan erstmal nur für das was fertig ist. Irgendwann kommt eine Ebene oder ein Abschnitt hinzu, dann ein weiterer und so fort...

 

Würde ich die komplette Anlage von Anfang an abbilden, dann würde TC ständig meckern, weil Melder nicht vergeben sind, Fahrwege, die physisch noch gar nicht vorhanden sind, zu sperren wären usw. Außerdem wird die Rechenleistung unnötig größer, da TC ja davon ausgeht, dass auch alles vorhanden ist und theoretisch benutzt werden könnte. Insofern habe ich mir angewöhnt immer nur das abzubilden was auch da ist. Allerdings muss man dann immer wieder erweitern und dazu sollte man sich von zuvor funktionierenden Dateien entsprechende Sicherheitskopien erstellen - ungemein wichtig, falls man etwas vermurxt... Lachend

 

Da ich ja viel experimentiere gibt es unzählige Schalter und Taster, die Abläufe (Teilabläufe) auslösen. Ist sehr hilfreich, aber wenn man (aus Eile oder Schlamperei) nicht gleich die Taster alle nach deren Funktionen benennt wird es irgendwann unübersichtlich. Manchmal benutzt man bestimmte Schalter auch irgendwann gar nicht mehr, da man die Abläufe so geändert hat, dass das Alte überflüssig wurde - und man vergisst, warum man hier oder dort etwas auslösen wollte.

 

Jedenfalls soll später im Ausbauzustand (wird ein Modellbahner den jemals erreichen...??) alles übersichtlicher geordnet werden. Dazu kann man beispielsweise ein weiteres Stellwerk anlegen und dort nur Schalter zum Auslösen und Bedingungen etc. platzieren. Ein weiteres Stellwerk sollte dann den Lokführerständen (die Dinger rechts unten mit Tacho wo die Loks manuell von der Software gesteuert werden können) gewidmet werden, damit man alle auf einen Blick hat und nicht ständig einen auswählen muss. Ja es gibt noch viel zu tun... Und so wird es vorläufig nicht langweilig Lächelnd

 

 

Auf dem Blockplan nach dem ich verkabelt habe sieht man immer in rot Haltmelder, in gelb Blockabschnitte, in grün Rückmelder und in orange Anschlußgleise. Grau sind nicht überwachte/rückgemeldete Abschnitte, wie z.B. die ganzen Weichen. In Wintrack habe ich meine "an den Schienen zersägten" Kontaktgleise auch als separate Artikel erfasst, damit ich mal einen Überblick über meine Funktionsgleise habe. Aufgesägte Schienen haben den Vorteil, dass sie definitv physikalisch isolieren, aber den entscheidenden Nachteil nicht überall eingebaut werden können. Manchmal habe ich auch "intakte" Gleise verwendet und mit den eigentlich für die Mittelleiter vorgesehenen Isolierhütchen getrennt. Da ich aber mein Anlage überwiegend im August bei über 30° im Schatten verlegte hatte, habe ich teilweise Probleme an solchen Trennstellen. Gelegentlich verschieben sich die Schienenstöße so blöde, dass man eine Dauermeldung im s88 erhält. Ich habe das an einer Stelle jetzt so gelöst, dass ich ein kleines Stück Papier dazwischen gesetzt habe. Funktioniert, sieht aber nicht so schön aus. Mittlerweile sind Tausende Achsen darüber gerollt und man sieht es - dank Verschmutzung - nicht mehr so deutlich. Für die anderen Ebenen muss ich da etwas mehr aufpassen, wobei verwundert, dass die Schienenstöße jetzt aufeinandertreffen, eigentlich sollten sie sich im Winter doch zusammenziehen...

 

 

 

Bezüglich deiner neuen Frage, ja es läuft eingentlich sehr zufriedenstellend. Fast alle meine Loks habe ich in Richtung Langsamfahrt optimiert, in dem ich in allen Decodern (LoPi 4) bis FS 9 1/3 der Vmax, bis FS 19 1/2 der Vmax und bis FS 28 jeweils linear die Werte über die Tabelle eingegeben habe. Das führt dann z.B. dazu, dass eine Lok mit Vmax 120 km/h (die meisten, die ich habe, und noch einige darunter) bei FS 9 erst 40 km/h erreicht und bei FS 19 nur 60 km/h. Die Genauigkeit durch TC ist - zumindest für mich subjektiv - deutlich besser geworden und die Loks fahren sehr sauber. War allerdings eine Schweinearbeit... pro Lok zwischen 2 und 4 Stunden justieren und probieren. Je höher die Vmax, umso schneller der Vorgang, sofern die Lok gut pariert. Das Langwierigste war das korrekte Einstellen der Vmax über CV 53 und CV 5, und zwar so, dass es vorwärts und rückwärts reproduzierbare Ergebnisse gibt, also die Geschwindigkeit nicht nur einmal, sondern möglichst jedesmal und wenn, dann höchstens mit ein paar km/h Toleranz. Aber jetzt fahren fast alle gut, mindestens aber zufriedenstellend. Eine Arbeit mit großen Mühen, die sich dann doch gelohnt hat.

 

 

Ja und seitens TrainController läuft auch alles so wie es soll. Fehler liegen entweder an mir, oder an der Hardware (Kontaktprobleme der Loks in kaltem Zustand, wenn sie viel gefahren sind, dann flutscht es) oder gelegentliche Dauermeldungen im s88 (da gibt es 2-3 Stellen auf meiner Anlage, 1 ist wie erwähnt ausgemerzt).

 

 

Vorgestern Abend kam es allerdings zu einem folgenschweren Unfall, als mein ICE 3 von PIKO ungebremst mit 300 km/h in den Prellbock am oberen linken Anlagenrand rauschte. Eigentlich hätte er im Block 5 die Geschwindigkeit schon drosseln sollen, tat er aber nicht, auch nicht in Block 27a und ehe ich reagieren konnte rauschte er gegen den Prellbock, riss die Kupplung zwischen Steuerwagen und Abteilwagen ab und flog - zum Glück relativ weich - in eine unter der Anlage befindliche Kiste. Leider ist das Plastik der Führung von der elektrischen Kupplung einseitig abgebrochen, so dass er nicht mehr ohne weiteres gekuppelt werden kann. Ich muss mich damit später mal auseinander setzen. Die Kupplung als solches mit den Stiften ist ok.

 

Es handelt sich dabei um einen On-Board Uhlenbrock Decoder. Mit dem bin ich leider nicht zufrieden. Ich bin da von ESU bessere Fahreigenschaften und vor allem Einstellmöglichkeiten gewöhnt. Auch meine PIKO 101er fährt neuerdings mit einem LoPi deutlich sanfter und schöner. Ich hatte übrigens schon öfter den Eindruck, dass der PIKO-ICE-Decoder Befehle verschluckt oder verspätet ausführt. Sehr ärgerlich, da ich ja nur zu Testzwecken die hohen Geschwindigkeiten im SBf erlaube und sie später auf 120 km/h oder gar nur 80 km/h reduzieren werde.

 

 

 

Viel Spaß im Keller Zwinkernd

 

 

Thomas

 
Donnerstag, 31. Januar 2019, 11:50 Uhr
Eilzugwagen

Eilzugwagen

Fragen: 78
Antworten: 2127
Freunde: 4

Automatischer Lokwechsel mit TrainContro

Thomas,

ich wollte dich nicht überlasten, freue mich aber auch, mal über den Tellerrand andere Digitalanlagen studieren zu dürfen.

Zu deinen gesägten Trennstellen kann ich dir eine Füllung mit

Uhu Hart oder Stabilit Express ans Herz legen.

 

Im Keller bin ich auch gewesen, die geplanten Basteleien fielen aus.

Ich habe mich verspielt.Lächelnd War schön.

Mein Projekt des Lokumlaufs, welches ja durch Dateizerstörung  neu aufgebaut wurde, hinkt nun etwas. Nach Richtungswechsel wird zwar im Lokfenster der Regler hochgefahren, der Speedbalken bleibt aber dunkel.

 

Gruß

 

Reinhold, und danke für die geopferte Zeit!!!

 

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 433

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 434

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 435

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 436

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 441

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 445

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 449

Warning: mysql_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/web8/html/webseite/modellbahnbilder/bilder.php on line 453
Weitere Produkte
 
Anzeige
Anzeige