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HansK
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Projekt Familien-Anlage und sonstiges

Projekt Familien-Anlage und sonstiges
die aktuelle "Speicher-Anlage":

Die ersten Schritte (http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=3291)

 

Die alte Geschichte:

"Familien-Anlage" (Baubegin ca. 1975)


Bei meinem Vater im Keller steht eine Märklin-HO-"Modell"-Eisenbahn.
Es ist eine Gemeinschafts-Anlage von meinem (6J älterem) Bruder und mir als "Erbauer" und meinem Vater als "Finanzier".
Ich bin im Jahr ´56 geboren und mein Vater wurde im Juni 2016 90 Jahre alt.

Interessant ist sie m.E. wegen der (Steinzeit-)Technik:
Ausgefeilte Steuerung, aber alles analog ohne digital und ohne PC! Realisiert "nur" mit ca. 1,7 Kilometer Kabel und ca. 200 Relais! Der Clou: Wir fahren mit Wechselstrom und schalten mit Gleichstrom.
Ich finde
"Wechselstrom  zum Fahren und Gleichstrom zum Schalten"
ist ein lustiger Gegensatz zum weit verbreiteten Standard:
"Gleichstrom zum Fahren und Wechselstrom zum Schalten"
Wechselstrom ist klar, weil Märklin. Analog ist auch klar, da aus dem vorigen Jahrhundert (Baubeginn 1975).
Schalten mit Gleichstrom ist wegen der verwendeten Technik:
Statt der (sehr) teuren "Märklin Universal Fernschalter" hatte ich schon als Jugendlicher Erfahrungen mit den sogenannten Kamm-Relais sammeln können. Diese Industrie-Standard-Ware arbeitet nur mit Gleichstrom, ist aber damals wie heute preiswert zu beschaffen. Damals waren es "Abfall"-Produkte aus einer Münzspiel-Geräte- und Musikboxen-Fabrik bei meinen Eltern direkt "um die Ecke".
Um komplexe Schalt-Vorgänge realisieren zu können war die Verwendung von Dioden (einfache/robuste Billig-Type z.B. 1N4001) notwendig.
Beispiel:
 Schaltgleis 1 schaltet Signal1 rot  und W1 rund.
 Schaltgleis 2 schaltet Signal2 grün und auch W1 rund.
Ohne Dioden wäre das Kabel für "Signal1 rot" über den gemeinsame Lötpunkt an "W1 rund" mit dem Kabel für "Signal2 grün" verbunden. Das hätte den Effekt, dass sowohl Schaltgleis 1 als auch Schaltgleis 2 beide Signale schalten würden, nämlich "Signal1 rot" und "Signal2 grün".
Mit je einer Diode im Kabel vom Schaltgleis 1 zu "W1 rund" und im Kabel vom Schaltgleis 2 zu "W1 rund" wird das Ganze entkoppelt: Der Gleichstrom fließt vom Schaltgleis 1 zu "W1 rund" (und zum Signal 2) und wenn er (ins Kabel von "W1 rund" zum Schaltgleis 2) "zurück" fließen will, dann wird er an der Diode gestoppt !
Dieser Dioden-Trick ist z.B. wunderbar bei Fahrstraßen einsetzbar:
 Taster 1 schaltet alle Weichen um vom Punkt X ins Gleis 1 zu kommen
 Taster 2 schaltet alle Weichen um vom Punkt X ins Gleis 2 zu kommen
 Taster 3 schaltet alle Weichen um vom Punkt X ins Gleis 3 zu kommen
 u.s.w.
Dieses Fahrstraßen-Prinzip eignet sich für Bahnhöfe, Schatten-Bahnhöfe und Gleis-Harfen im Rangier-Gelände.
Bei unserer Anlage wurde diese Technik exzessiv eingesetzt: Um auf ca. 2,80m mal 3,10m in zwei-ein-halb-Etagen alles überwachen und steuern zu können wurden ca. 1,7 Kilometer Kabel verlegt, ca. 200 Kamm-Relais verbaut und unzählige Dioden eingesetzt.
Die Anlage hat 2 oberirdische je 2- bzw. 4-gleisige Bahnhöfe, bei denen der einfahrende Zug sich jeweils ein freies Gleis selbstständig sucht. Außerdem wird die Fahrstrasse passend legt.
Die Anlage hat zusätzlich 2 unterirdische je 6-gleisige Schatten-Bahnhöfe. Auch hier sucht sich jeweils der einfahrende Zug selbstständig ein freies Gleis und es wird vom einfahrenden Zug die Fahrstrasse passend gelegt
Das "selbsttätig suchen" und generell die Blockstrecken-Sicherung erfolgt mit Gleis-Besetztmeldung über den 2. Märklin-Außenleiter.
Dieser ist überall isoliert vom 1. Außenleiter (der an Masse anliegt) und "entnimmt" Strom für ein Gleis-Besetztmeldungs-Relais (natürlich ein Kamm-Relais), das mit dem anderen Pol an Licht liegen würde, wenn wir nicht mit Gleichstrom schalten würden. Also ist "am Trafo" braun mit Minus verbunden und das Relais hängt an Plus.
Wenn ein Zug bzw. ein Wagen auf dem Gleis steht, ist der 1. mit dem 2. Außenleiter verbunden, es fließt Strom zum Relais und das Relais zieht an.
Mit diesem Prinzip kann man (fast) alles schalten: Block-Strecken, Einfahrt in das erste freie Gleis von (Schatten-) Bahnhöfen, Ein-Fädeln in die Automatik, Aus-Fädeln aus der Automatik, etc pp.
Da bei unserer Anlage viele kritische Punkte "unterirdisch" sind und die Anlage "nur" eine HALB-Automatik hat, musste diese Technik zur Sicherung der kritischen Punkte exzessiv eingesetzt werden:
 3 mal "Ein-Fädeln in die Automatik" bzw. "Aus-Fädeln aus der Automatik"
 4 mal "Einfahrt in das erste freie Gleis" (für die 2 unterirdischen Schatten-Bahnhöfe und die 2 oberirdische Bahnhöfe)
 20 mal "Blockstrecken-Sicherung".
Die Anlage sollte Enkel-gerecht sein (damals im Kindergartenalter), also egal wie viele Knöpfe in welcher Reihenfolge gedrückt werden:
 Es musste "narrensicher" sein.
 Es durften keine Unfälle passieren.
Im schlimmsten Falle blockiert sich die Automatik selbst (so wie an einer Rechts-vor-Links-Kreuzung an der gleichzeitig an jeder Einmündung je ein Auto ankommt).
Die Anlage hat außerdem noch ein Rangiergelände im Hand-Betrieb mit einer großen Gleisharfe mit ca. 40 Gleisen, bei denen nur das jeweils angewählte Gleis mit Fahrstrom versorgt wird. Alle anderen Rangier-Gleise sind automatisch stromlos. Die Schaltung der Weichen und das Zu-/Abschalten des Fahrstromes erfolgt über das o.g. Fahrstraßen-Prinzip.
Da die Anlage irgendwie "zu spät" begonnen wurde ist sie jetzt immer noch nicht fertig. Die Technik arbeitet zuverlässig, die Sommerfeld-Oberleitung hängt auch schon lange, der große WIAD-Brücken-Kran arbeitet im Rangiergelände, aber die Landschaft fehlte bis vor kurzem fast vollständig. Und die bisher vorhandene Landschaft ist nur die nackte Gelände-Haut.

Hier sind einige Bilder:

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=1481

Weitere Bilder (Container-Kran):

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=2959

Neu eingestellte Detail-Bilder (Wiad-Kran):

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=4077

 

Mein Begrüßungs-Bild zeigt den Probe-Aufbau der Relais-Steuerung. Alle wesentlichen Elemente der echten Anlage waren eingebaut und wurden schaltungstechnisch ausgiebig getestet.

 

Mittlerweile habe ich zwei Söhne (15J+18J) und wohne weit weg von o.g. "Familien-Anlage". Das sind zwei Gründe, warum es so langsam vorangeht.

Die Söhne sind auch Modelleisenbahner, siehe im rr24-Bilder-Forum:

Spiel- und Spaßbahn meines Sohnes, damals 9 Jahre

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=20

Modellbahn-Nachwuchs

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=32

Modellbahn-Nachwuchs, Fortsetzung

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=33

 

Wie man sieht, steht der Realismus nicht an erster Stelle, sondern der Spaß am bauen, basteln und am spielen.

 

Die Märklin MAXI (Spur 1 Blech-Bahn) hatte mich als sie neu erschien einfach fasziniert!

Maxi-Bahn im Garten, Spät-Sommer 2007

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=19

Maxi-Bahn

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=221

 

Und angefangen hatte alles irgendwie ganz ganz früh:

Uralte Schätzchen

   http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=544

 

Mittlerweile geht es weiter im eigenen ausgebauten Speicher:

Neubau

http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=3255

Neubau, nur 1. Ausbaust. (Planänderung)

http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=3269

Neubau, 1. Änderung der 1. Ausbaustufe

http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=3272

Die ersten Schritte

http://www.railroad24.de/modellbahnbilder/bilder.php?id=3291

 

Zu mir:

Seit ca. April 2005 bin ich in dieser Community - erst als Gast dann ab Okt. 2006 als Mitglied.

Ich bin Informatiker und verdiene mein Geld mit Computern (aber nicht mit PCs, eher die teurere Liga ein oder zwei Etagen drüber) ... Deshalb ist die Freizeit eher etwas weniger Computer-lastig ...
Und wenn Computer in der Freizeit, dann oft diese Variante: Hier klappt etwas nicht, bitte hilf mir ....