Tausch M-Gleis-Weichen gegen C-Gleis ?!

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Freitag, 1. Februar 2019, 23:11 Uhr - 247 Aufrufe
Kegler

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Tausch M-Gleis-Weichen gegen C-Gleis ?!

Moin zusammen,

 

ich komme die Tage ins Grübeln. So langsam wächst die Landschaft bei meiner Anlage.

Damit verschwindet auch die Möglichkeit noch ziemlich einfach an die zukünftig im Untergrund liegenden Weichen zu kommen:

Bisher habe ich ja alte M-Gleis-Weichen verbaut. Eigentlich funktionierte alles ….. Aber kleine Probleme tauchten immer mal wieder auf.

Z.B. führten die Magneten unter der Lok dazu, daß sich die Weichenzungen mit der Zeit magnetisierten und fest hingen. Radlenker mußten nachjustiert werden. Die 5-achsigen Dampfloks benötigten sehr genau verlegt Weichen, mechanische Ungenauigkeiten, …

Irgendwie hat mich die Tage die Überlegung gepackt: Was ist wenn Du nun alles zubaust und später machen die Weichen Probleme.

Daher trage ich mich mit den Gedanken die im Untergrund liegenden M-Gleis-Weichen – meist handelt es sich um Bogenweichen – gegen C-Gleis auszutauschen. Bei 16 Weichen und ca. 35,- EUR pro Weiche kommt hier einiges zusammen. Wenn möchte ich auch alles am Stück machen. Mehrmals anfangen bringt auch nix, kostet das Geld halt etwas später.

 

Nun stellt sich mir die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Mit C-Gleis-(Bogen)weichenhabe ich keine Erfahrung. Man liest auch immer wieder, daß die Endabschalter Probleme machen (Ich schalte analog über Taster mit Gleichstrom). Weiter die Frage: Lassen sich C-Gleise in der Höhe passend an M-Gleise anbauen, ….

 

Lange Rede kurzer Sinn: Eure Meinung, Hinweise, .. ?

 

Viele Grüß

 

Ralf

 
Samstag, 2. Februar 2019, 00:04 Uhr
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Tausch M-Gleis-Weichen gegen C-Gleis ?!

Hallo Ralf,

 

ich habe seit Jahren C-Gleis-Weichen im Einsatz. Seit dem ich bei den Antrieben die Endabschalter ausgebaut habe ist wirklich alles perfekt! Insofern kann ich dir sagen, dass sie zuverlässig sind, auch die Bogenweichen. Ich habe auf meiner aktuellen Anlage nur 1 im Einsatz, aber auf der alten waren es - ich glaube - an die 10 Stück. Genauso wenig Probleme wie normale Weichen. Lediglich schlanke Weichen machen Probleme (wie ich an anderer Stelle beklagte).

 

Ich schalte auch mit Gleichstrom (16V), allerdings digital und über Decoder. Wie gesagt, alles einwandfrei, seitdem ich die Endabschalter ausgebaut habe. Wenn du aber nur manuell schaltest, dann hörst du ja, ob eine Weiche schaltet oder nicht, allerdings hast du keine Garantie, ob nicht ausgebaute Endabschalter mit der Zeit nicht auch verkleben bei rein manueller Betätigung. Es ist eben ein Risiko, aber ich erachte dieses Risiko deutlich geringer (gegen Null), als schwerwiegende Unfälle aufgrund entgleister, bzw. falschfahrender Züge, weil Weichen nicht oder nicht richtig schalten (war irgendwann nicht einmal mehr 50:50, eher 90:10 dass sie garantiert nicht schalten).

 

Der Anschaffungspreis ist klar ein Argument, aber auf Dauer gerechnet... Ich würde dir dazu raten in den sauren Apfel zu beißen, am Ende stehst du da mit deiner "Überbauung" und dann ärgerst du dich richtig.

 

 

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann willst du nur die Weichen austauschen, nicht aber die M-Gleise? Von der Höhe her passt das, die "Gleisbetten" sind fast exakt gleich. Ist aber eben dann Bastelei bezüglich der Stromversorgung.

 

 

Im Gegenzug hab ich da auch ein Frage noch, weil ich es eigentlich umgekehrt machen möchte wie du. Ich verfüge über einen Haufen M-Weichen (R1 allerdings, einige R2). Für meinen demnächst anstehenden Güterbahnhof wieder 10-15 C-Weichen anschaffen und die Antriebe und dann noch 10 Entkuppler, von denen ich auch noch viele als M-Gleis habe, will ich eigentlich vermeiden. Welche Erfahrungen hast du mit der Schaltzuverlässigkeit der M-Weichen? Erfordert das auch Bastelarbeit oder sind die besser als die C- und K-Antriebe?

 

Manko der R1-Weichen - abgesehen vom üblen Radius - sind die Weichenlaternen, die würde ich ausbauen, damit auch 6-achsige Loks und lange Wagen daran vorbei kommen. War ein Thema auf meiner 2. Anlage damals. Ist halt auch immer die Frage, warum neu investieren, wenn das Alte vorhanden und tauglich ist...

 

 

Viele Grüße,

Thomas

 
Samstag, 2. Februar 2019, 10:47 Uhr
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Tausch M-Gleis-Weichen gegen C-Gleis ?!

Servus Ralf!

 

Schon alleine den Material-, und den damit verbundenen Fertigungseigenschaften geschuldet, ist eine etwas geringere Exaktheit der alten M-Weichen; diese wird leider durch mehr-/oftmaliges Auf- und Abbauen beim Teppichbahning weiter verstärkt/verschlimmert. Gegen solcherart verbogene M-Weichen (Gleise) hilft nur eine mögliche Nachjustierung - sanfte Gewalt - und eine sehr exakte Verlegung (= Fixierung am Untergrund).

Bei der Anlage meines Onkels gab es z.B. ein Problem mit einer M-Bogenweiche; aber nur mit einer sehr neuen (chinesischen/ungarischen?) Märklin BR 01/012 <-- selbst eine uralte BR 05 von Liliput fuhr anstandslos über die Weiche. Langer Rede kurzer Sinn - ein Austausch der Weiche brachte keine Besserung. Erst der Tausch der beiden Tenderdrehgestelle (jetzt Drehgestell mit Schleifer "hinten") hat das Problem gelöst; es lag also an der Lok und nicht an der Weiche!

 

Das Problem mit den Fahrzeugmagneten wirst Du bei allen Gleisen haben, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Märklin bei den C- (und K-) Weichen die Weichenzungen aus antimagnetischem Stahl gefertigt hat. Ich hab jetzt einfach ´mal einen Fahrzeugmagneten an jeweils ein M-, C- und K-Gleis gehalten --> alle Schienen sind - erwartungsgemäß - magnetisch. Der Vollständigkeit halber habe ich das auch bei einer Tillig-Weiche probiert --> ebenfalls magnetisch. OK, OK - das Schotterbett aus Weicheisen ist wesentlich schneller magnetisiert, als nur die Schienen der C-Weichen; insofern ist das Problem bei den M-Weichen sicherlich größer.

Antimagnetischer Stahl ist eben wesentlich teurer, und auch schwieriger in der Fertigung zu bearbeiten. Sollte ich mich irren - ich hatte gerade keine C-/K-Weiche zur Hand - und Märklin hat für die Weichenzungen der neuen Weichen tatsächlich antimagnetischen Stahl verwendet .... bitte um Richtigstellung.

 

Bei den Antrieben hätte ich allerdings zu denen der M-Weichen das meiste (Langzeit-)Vertrauen. Wenn da - aufgrund des Alters - nicht eine Zuleitung/Lötstelle bricht, halten die eigentlich ewig. Auch die Verträglichkeit für länger andauernde Schaltimpulse ist wesentlich größer. Und welche Probleme die Antriebe der C-, aber auch K-Weichen, immer wieder bereiten, hast Du ja schon zur Genüge lesen können.

 

Die Anlage meines Onkels wurde - nicht zuletzt wegen der Geldfrage - im Untergrund mit den vorhandenen M-Gleisen gebaut. Nach Bedarf wurde mit C-Gleisen ergänzt, bzw. oben ausschließlich mit K-Gleisen (Märklin  + Tillig) gebaut. "Unten" wurden z.B. auch die Abzweigwinkel der M-Weichen "gedremelt"; dennoch fahren die Züge problemlos d´rüber, denn ....

Bevor der "Deckel" über die Schattenbahnhofsebene gebaut wurde, wurden alle Loks/Waggons ausgiebieg auf Testfahrt geschickt - vorwärts, rückwärts/geschoben, langsam, schnell - und diverse Nachjustierungen vorgenommen.

 

Daher mein Rat/meine Schlussfolgerung .....

Ich würde mit den M-Weichen bauen, bzw. diese nicht ersetzen. Ausgiebige Testfahrten, mit möglichst allen Fahrzeugen, sollten aber in jedem Fall unternommen werden, bevor der Deckel d´rauf käme.

 

@Thomas - ich kombiniere ja nicht nur alle Arten von Märklin-Gleisen, sondern verwende auch noch besondere Weichenformen (Y-, EKW, Bogenweichen mit großen Radien, 3-Schienengleis H0/H0e) von Tillig. Alle Gleise werden immer direkt miteinander verbunden <-- ich brauche dafür keine 18cm langen, geraden und sündteuren Übergangsgleise. Als Anhang habe ich Dir die Kombination Gerades K-Gleis mit Prellbock M-Gleis eingestellt. Bei K <-> M ist es besonders einfach <-- die kleinen Kupferlaschen vom K-Gleis nach unten biegen, Gleise zusammenstecken, fertig (E-Anschluss nicht vergessen). Hat das M-Gleis (Entkuppler) auch einen Mittelleiter, kann man die ML-Kontaktlasche vor dem Zusammenbau etwas nach oben biegen --> sie berührt dann den Mittelleiter vom K-Gleis und ein eigener ML-Anschluss wäre nicht unbedingt nötig. Mir ist das für einen Dauerbetrieb aber doch zu unsicher, weshalb ich hier immer auch ML-Anschlüsse anlöte. Im "Hauptbahnhof" von Onkels Anlage kommen auch mehrere alte M-Entkuppler (waren vorhanden) in Verbindung mit den K-Gleisen zum Einsatz.

Aber auch die Kombination (gekürzte) M-Weiche + C-Gleis + M-Gleis kommt bei mir (Onkels und meine eigene Anlage) sehr häufig vor <-- mit den C-Gleisen werden Kontaktgleise (Rückmelder) gebaut.

Jetzt noch zu den alten M-Weichen 51xx ....

Die haben zwar im Abzweig den kleinen Radius R1, aber - je nach Modell - einen deutlich geringeren Abzweigwinkel. Mich stört dieser kleine Radius (im Untergrund) nicht, da ich hier generell mit verminderter Geschwindigkeit fahre; und die größeren Abzweigwinkel werden einfach mit einem Dremel gekürzt. Wohlwollend betrachtet, könnte man diese Weichen (kleiner Radius, aber auch kleiner Abzweigwinkel) auch als schlanke Weiche bezeichnen <-- Märklin hatte ja bei den M-Weichen sogar schon (für kurze Zeit) echte schlanke Weichen (großer Radius, kleiner Winkel) im Programm.

Das erste "Modul" (Einfahrtsweichen der 1. Ebene des 1. Schattenbahnhofs) meiner eigenen Anlage wurde ausschließlich mit gekürzten M-Weichen (52xx) gebaut; nach jedem Abzweig (= im Abstellgleis) kommt sofort ein C-Gleis (Rückmeldekontakt), bevor das Abstellgleis wieder mit M-Gleisen gebaut wurde.

 

Grüße

Pit



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Samstag, 2. Februar 2019, 14:08 Uhr
Jogi

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Tausch M-Gleis-Weichen gegen C-Gleis ?!

Hallo  ,  Jogi  hier

 

Ich habe da eine etwas andere Meinung.

 

In den Untergrund gehört nur das beste Material.

 

Die  M – Gleisweichen haben sehr große Tolleranzen in Bezug auf Radsatz Innenmaß.

Auch werden die Radlenker bei den Weichen lose.

 

Radsatz Innenmaß bei  M – Gleis 13,9  -14,1 mm , das macht aber bei  schlanken C – Gleis Weichen Probleme ( Rad verursacht Kurzschluss, weil die PUKOs sehr nahe an der kreuzenden Schiene sind )  da braucht es 14,2 – 14,4mm.

 

Zum testen würde ich mal verschiedene Radsätze ( mit Innenmaß von 14,0  und  14,3 ) über die Weichen (  C – Gleis und  M – Gleis ) rollen ( auch mit seitlichem Versatz )

 

Es muß  KEINE  Probleme geben, aber die Gefahr ist doch  recht groß, beim mischen von M - Gleis und  C - Gleis Weichen.

 

Ich selber fahre nur auf  K – Gleis mit Fahrzeugen von verschiedenen Herstellern. Alles läuft bei mir Problemlos. Wenn ich dann zum Stammtisch gehe gibt es mit einigen Wagen und Loks die oben beschriebenen  Probleme  ( Kurzschluss auf schlanker C – Gleis Weiche weil Innenmaß zu klein , sollte  min. 14,2mm sein.) Auch mit Original  WS – Radsätzen.

 

Möchte das jetzt nicht schlecht reden, aber man sollte es überdenken.

 

Viel  Erfolg

 
Samstag, 2. Februar 2019, 16:02 Uhr
Kegler

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Tausch M-Gleis-Weichen gegen C-Gleis ?!

Dank euch schon mal für die Antworten, werde mal weiter Meinungen sammeln.

 

@Thomas: Die Doppelspulenantriebe selbst haben in inzwischen vierzig Jahre Modellbahn noch nie Probleme gemacht. Wenn war´s immer das Drumherum: Mechanik, Federn, Schwergängige Zungen, Radlenker, ..

Habe aber immer manuel geschaltet. Wie die Weichen auf Digital reagieren kann ich Dir nicht sagen.

 

Schönes Wochenende wünscht

 

Ralf

 

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